Unser Partner, der Verband Deutscher Video- und Computerspiele e.V., hat für die diesjährige Bundestagswahl am 24. September wieder alle Parteien zu Themen rund um Gaming, Internet und Jugendschutz befragt. Neben der unten verlinkten Zusammenfassung der Wahlprogramme im Bereich Gaming und Internet finden sich auf dem Blog des VDVC auch die Antworten der Parteien auf die gestellten Fragen.

Es gibt sehr wichtige Themen, mit denen sich die Politik beschäftigen muss wie z. B. der Flüchtlingswelle, Nordkorea, Russland, der Trumps isolationistischen Politik  und den politischen Entwicklung und Internierung von Bundesbürgern in der Türkei. Auch auf unserem Arbeitsmarkt, den sozialen Sicherungssystemen und im Gesundheitssystem ist einiges im Argen. Zu allen diesen Themen haben die Parteien etwas zu sagen. Dabei fällt natürlich die Beschäftigung mit Themen, die nicht als so wichtig angesehen werden, wie z. B. Gaming, relativ knapp aus. Möchten sich nun wahlberechtigte Gamer zu den Standpunkten der Parteien informieren, gibt es nicht all zu viele Informationen der Parteien in diesen Bereichen. Das Thema Digitalisierung wird seit Jahren, wenn wenn nicht sogar seit Jahrzehnten, verschlafen. In den Wahlprogrammen (hier in Ausschnitten) steht relativ wenig zu den Themen rund ums Gaming und das Internet geschrieben. Daher fragt der VDVC lieber einmal direkt nach.

In dieser Wahlperiode werden das Thema eSports und die Förderung von der Spieleindustrie als große Themen aufgefasst. Auf der Gamescom hat sich Politprominenz die Klinke in die Hand gegeben. Dort wurden allerlei Bekundungen/Versprechungen abgegeben, um die jungen Wähler auf die Seite der jeweiligen Parteien zu ziehen. Was aber letztendlich zählt, ist das was in den Wahlprogrammen, Antworten auf Fragen zu den Wahlprogrammen und in den Grundsatzprogrammen steht. Diese beleuchtet der VDVC in seinem Blog.

Die Wahlprogramme dienen als grundlegende Dokumente für eine Verhandlung in Koalitionsfragen. Nach der Erstellung der Koalitionsverträge versuchen die Regierungsparteien ihre Politik durchzusetzen. Daher sollte man frühzeitig wissen, was in diesen Programmen auftaucht um entsprechend die für einen richtigen Kreuze bei der Wahl treffen zu können (s. Infobox).

Viel Spaß beim Durchlesen der Position der Parteien! Wer zum ersten Mal wählt und nicht weiß, was die Erst- und Zweitstimme sind und wo man wählen gehen kann, findet diese Information in der Infobox unten.

Wie wähle ich und was ist die Erst- und Zweitstimme?

Die Wahlbenachrichtigungskarten, sozusagen die Einladung zur Wahl, sind in den letzten Tagen versandt worden bzw. werden gerade versandt. Ihr solltet Eure, sofern Ihr wahlberechtigt seid, bald bekommen. Ihr könnt auch ohne Wahlbenachrichtigungskarte wählen gehen, müssten aber dann Euren Personalausweis oder einen anderen behördlich gültigen Lichtbildausweis mitbringen. Ihr seid nur berechtigt, in Eurem zugewiesenen Wahllokal zu wählen. Woanders seid Ihr nicht ins Wählerverzeichnis eingetragen, und könnt entsprechend auch nicht Eure Stimme abgeben.

Wenn Ihr am 24. September ins Wahllokal kommt, zeigt Ihr Eure Wahlbenachrichtigungskarte oder euren Personalausweis vor, bekommt Eure Wahlzettel und könnt – da es sich um eine geheime Wahl handelt – hinter einem Sichtschutz Eure Kreuze machen. Anschließend faltet Ihr die Wahlzettel und legt sie in die dafür vorgesehene ohne. Achtet darauf, dass Ihr nicht zu viele Kreuze macht oder durch andere Aufschriften darauf Euren Wahlzettel ungültig macht. Nichtwähler oder ungültige Wahlzettel Schaden entgegen der landläufigen Meinung nicht den großen Parteien, sondern unterstützen eher den kleinen Randparteien und erschweren die Koalitionsbildung.

Auf den Wahlzetteln ist jeweils beschrieben wie viele Kreuze gemacht werden können. Es gibt sowohl Wahlzettel für die Bundestagswahl, als auch für eventuelle regionale Befragungen oder Kommunalwahlen. Auf dem Wahlzettel zur Bundestagswahl gibt es die sogenannte Erststimme und die sogenannte Zweitstimme. Die Erststimme gilt Eurem lokalen Kandidaten für den Bundestag, die oder der bei einer Mehrheit direkt in den Bundestag für Euren Wahlkreis einzieht (das sind die Leute, deren Gesichter gerade überall rumhängen mit den Namen, die Ihr noch nie oder selten gehört habt). Die Zweitstimme ist die “wichtigere” und gilt der jeweiligen Landesliste der Partei. Auf dieser Liste stehen verschiedene Kandidaten der Parteien zum Bundestag. Von den Listen werden im Verhältnis zu dem Wahlausgang im Bundesland eine bestimmte Anzahl Kandidaten in den Bundestag entsandt.

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat dazu dieses Infovideo mit Beschreibung vorbereitet.