Am Rande der GamesCom 2017 trifft unser Partner, der Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler e.V. (VDVC), Frau Katarina Barley zu einem kurzen Gespräch. Der Bundesfamilienministerin möchte der Verband dabei ein paar Fragen stellen, wie es mit dem Jugendschutz in Zukunft weitergehen soll und wie das Trend-Thema E-Sport davon beeinflusst wird. Im Wahlkampf war E-Sport zuletzt ein Randthema geworden, welches viele junge und junggebliebene Menschen bewegt, und auf der GamesCom sind dieses Jahr sehr viele Größen aus der Politik vertreten.

Auf der Agenda der Großen Koalition stand für die letzten vier Jahre ebenfalls die Angleichung des Offline- und Online-Jugendschutzes, die beide immer noch sehr unterschiedlich geregelt sind. Die Bundesregierung ist für den Offline-Jugendschutz in Form des Jugendschutzgesetzes zuständig, während der Rundfunk (zu dem auch das Internet zählt) Ländersache und im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag geregelt ist. In einer angeglichenen Fassung beider Gesetzeswerke sollten zum Beispiel Freigaben automatisch übernommen werden können, auch wenn ein Spiel auf unterschiedlichen Medien (Download, DVD) auf den Markt gebracht wird. Dabei muss unter anderem auch geklärt werden, wie der Absatz (nicht) freigegebener Werke einheitlich geregelt wird. Die Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden hatten unlängst gefordert, dass schon beim Kauf von Titeln mit Erwachsenenfreigabe (USK18) das Alter einwandfrei nachzuweisen sei und nicht erst bei Versand/Empfang eines Trägermediums. Diese Ansicht wird nicht von allen geteilt, könnte aber in einer gemeinsamen Neufassung des Jugendschutzes Einzug halten. Für Downloadtitel galt diese Forderung jedoch vorerst nicht.

Der VDVC hat einen Thread in seinem Forum eröffnet, in dem Ihr Fragen formulieren könnt, die Euch beim Thema Offline-Jugendschutz oder der Harmonisierung der beiden Regelwerke umtreiben. Die beste Frage wird dabei ausgesucht und der Bundesfamilienministerin gestellt.