Update: Offenbar ging die Appellation von einer OLJB aus. Der Antragssteller hatte nach Kennzeichnungsverweigerung in erster Instanz im anschließenden Berufungsverfahren eigentlich die erwünschte Jugendfreigabe erhalten. Quelle: Marvelous via CensoredGaming.

Am 17. Juli wurde Tamsofts PS4-Spiel Senran Kagura: Peach Beach Splash von der USK geprüft und erhielt Keine Jugendfreigabe. Der recht frivole Third-Person-Shooter kommt mit Wasserpistolen und relativ unbekleideten Protagonistinnen daher.

Die Kennzeichnung ab 18 als solches konnte bereits verwundern, erhielten die Vorgänger-Spiele allesamt Jugendfreigaben. Man denke auch an Freigabeverweigerungen von Criminal Girls 2 und Valkyrie Drive: Bhikkhuni. Es scheint so, als habe sich die Spruchpraxis der USK in diesem Bereich verschärft (u.U. auch durch das 49. Strafrechtsänderungsgesetz, siehe hier (PDF)).

Auf Twitter hat ein Nutzer nun die Freigabebegründung geteilt. Auf Nachfrage erklärte ein Ständiger Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden, dass Peach Beach Splash im dritten Anlauf die finale Freigabe erhalten hat. In allen drei Instanzen sei es zunächst darum gegangen, ob der Titel überhaupt freigabefähig ist. So gab es offenbar Anhaltspunkte für eine schwere Jugendgefährdung aufgrund von „Posendarstellungen Minderjähriger“ und auch der indizierungsrelevante Tatbestand der „Unsittlichkeit“ der Bundesprüfstelle wurde diskutiert. Erst im Appellationsausschuss konnte festgestellt werden, dass die Kennzeichnung durch die USK erfolgen darf, da die Tatbestände nicht erfüllt seien. Der Jugendentscheid entfiel anschließend auf die Höchstfreigabe ab 18 Jahren. Peach Beach Splash unterscheide sich zudem erheblich von seinen Vorgängern in Gameplay und Darstellungen.

Zur Frage, ob die deutsche Version auch unzensiert sei, sei auf diesen Tweet des Publishers verwiesen: