Bitte beachten: diese Meldung wurde als Aprilscherz erstellt. Sie basiert auf der wahren Tatsache, dass es eine neue Vorsitzende der BPjM ab 01.04.2016 gibt, ihre Motive und Überzeugungen sind jedoch frei erfunden. Als Behördenleiterin würde Frau Hannak-Meinke nie aktiv an der Demontage ihres Arbeitsplatzes arbeiten. Viele Leser konnten (mit etwas Medienkompetenz) diesen Zusammenhang bereits im zweiten Absatz enttarnen, der zu gut klang, um wahr zu sein und sonst nirgends anders belegt war. Bleibt die Lehre, dass man sich (besonders am ersten April) stets vornehmen sollte, wirklich alles kritisch zu hinterfragen, was einem serviert wird. Wir hätten uns alle gewünscht, dass es wahr wäre – leider bleibt noch ein weiter steiniger Weg aus der Zensurproblematik. Natürlich bemüht sich das Team stets um belastbare Fakten und prüft Meldungen so gut es geht, bevor sie hier erscheinen (Aprilscherze bleiben eine Ausnahme).

Ursprüngliche Meldung: Die neue Vorsitzende der BPjM, Martina Hannak-Meinke, hat zu ihrem heutigen Amtsantritt verkündet, dass sie vorhat, alle indizierten Werke neu prüfen zu lassen, um die Karteien der Behörde auf eine zeitgemäße Stufe zu holen. Es könnte also sein, dass bald sehr viel mehr (alte) Titel eine Freigabe bekommen können.

Sie gebe der Bildung von Medienkompetenz vor einer Verbotsmentalität Vorrang, da sich Kinder und Jugendliche die Inhalte sowieso (illegal) über das Internet besorgen könnten und eine Indizierung daher heute ihre Wirkung verliere.

Außerdem prüfe sie für die Zukunft einen anderen Weg im Jugendmedienschutz als den der Indizierung, da sie bereits bei Ihrer Tätigkeit ab 2003 als Referentin bei der BPjM gemerkt hatte, dass die Indizierung eher Erwachsene in Ausübung ihrer verfassungsmäßigen Freiheiten behindert, als Kinder von gefährdenden Medien abzuhalten. Dazu sollen das Jugendschutzgesetz und der Jugendmedienstaatsvertrag in einer Regelung zusammengeführt und an internationale Standards angepasst werden.

Wenn das mal keine erfreulichen Nachrichten sind! Deutschland wird so zu einem leuchtenden Vorbild beim Jugendschutz und nicht mehr als kompliziertes Absatzland gesehen, in dem einige Titel es einfach den Aufwand nicht wert sind, sie zu veröffentlichen. Außerdem hört damit endlich die staatliche Bevormundung volljähriger Bürger auf, die in der Vergangenheit massive Schwierigkeiten hatten, an ungeschnittenen Inhalt zu kommen.