Diesen Sonntag, den 13. März 2016, finden in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt Landtagswahlen statt.

In der öffentlichen Diskussion steht derzeit vor allem der Zustrom durch Migranten aus Kriegs- und Krisengebieten im Vordergrund. Die AfD konnte bei den gestrigen Kommunalwahlen blöderweise davon profitieren, dass viele Wählerinnen und Wähler aus Protest zu Hause geblieben sind. Ein gutes Abschneiden von rechtspopulistischen Parteien ist im Falle der AfD (BW) für Gamer doppelt hart, da die Partei als einzige eine Verschärfung der Indizierung, bzw. deren Ausweitung fordert.

Neben diesem derzeit die Medien und Stammtische beherrschenden Thema kümmern sich Landtage der Länder natürlich um eine Vielzahl weiterer Themen. Eines davon ist das für Mitglieder dieser Gruppe wichtige Thema des Rundfunks (auch das Internet), welcher in der BRD dezentral durch die Föderalstaaten (Bundesländer) im Rundfunkstaatsvertrag bzw. dem Jugendmedienschutzstaatsvertrag (bzgl. Jugendschutz in Fernsehen und Internet) geregelt wird. Aber auch weitere Themen in der Landespolitik sind für Gamer von Belang, z.B. LAN-Parties in öffentlichen Gebäuden (Kommunalpolitik), Förderung von Kunst, Bildung und Lehre sind einige weitere Themen. Wer sich also nicht von der derzeitig aufgeheizten Stimmung blenden lassen möchte und auch die Positionen der Parteien zu anderen Themen kennenlernen möchte, googelt einfach das Parteiprogramm der jeweiligen Landesverbände. Für unsere Gruppenmitglieder gibt es eine super Hilfestellung zum Themengebiet Games und Gamingkultur:

Der VDVC befragt zu den größeren Wahlen regelmäßig alle Parteien nach ihrem Standpunkt zu Games-relevanten Themen. Dieses Jahr wurden die Landesverbände der Parteien zu den Themen Förderung der Medienkompetenz, Suchtprävention, Telemedien im JugendSCHutzGesetz, Alterskennzeichnung von Webseiten und die kulturelle Dimension von Videospielen in der Gesellschaft befragt. Die Antworten der Parteien im Volltext sind im VDVC-Blog zugänglich und für die Eiligen unter uns gibt es eine Zusammenfassung der Parteipositionen.

Bleibt nur zu sagen, dass es sich lohnt zur Wahl zu gehen – und wenn schon nur, um den ganz extremen Parteien des Spektrums nicht zuviel Raum zu lassen. Es ist schon etwas dran am Spruch: “Wer nicht wählen geht, der darf sich auch nicht über Politik aufregen”.