Willkommen bei for UNCUT!

Die letzten Top-Meldungen im Überblick

Jugendschutz 3.0!


Im digitalen Zeitalter von Google und Co., in dem man sich sämtliche Informationen und einen sehr umfangreichen Teil verschiedenster Medien innerhalb weniger Sekunden gemütlich in die eigenen vier Wände holen kann, ist die Verbotsmentalität von Indizierungen und Beschlagnahmen schlicht und ergreifend nicht mehr zeitgemäß. 
Es ist an der Zeit, das Jugendschutzsystem in Deutschland endlich so aufzustellen, dass Erwachsene nicht mehr davon in Mitleidenschaft gezogen werden und Minderjährige vor für sie ungeeigneten Inhalten geschützt werden.

Die Technologien dafür sind längst vorhanden, sie müssen noch genutzt werden.

Theorie und Praxis

In der Theorie sollen z. B. von einer Indizierung auf Listenteil A betroffene Medien lediglich einem öffentlichen Werbe- und Auslageverbot unterliegen, um Minderjährigen so den Zugriff darauf zu verwehren.

In der Praxis ist es aber immer häufiger so, dass Entwickler und Publisher dies oft als Grund dafür sehen, ihre Titel für die Nutzung in Deutschland zu sperren, da sie den Sinn dahinter nicht verstehen oder nicht richtig aufgeklärt wurden. Bizarrerweise bekommen ausschließlich PC-Spieler diese Sperren zu spüren, da aktuelle Konsolengenerationen nicht über Sperrmechanismen verfügen.

Andere Länder, andere Sitten

Schaut man sich die Jugendschutzsysteme anderer Länder – auch innerhalb der EU – genauer an, wird man feststellen, dass dort oftmals viel progressiver mit Medien und dem Jugendschutz an sich umgegangen wird. Filme, die hierzulande aufgrund einer besonders schweren Jugendgefährdung beschlagnahmt wurden, sind dort zum Teil “ab 13 Jahren” freigegeben und können schon im Nachmittagsprogramm laufen.

Ein Blick auf die dortige Jugend offenbart dann, dass es ihr nicht schlechter geht als hier in Deutschland. Der deutsche Jugendschutz schießt somit deutlich übers Ziel hinaus.

Zensur als Nachgeschmack

Vor allem aus der Sicht eines Volljährigen ist der Jugendschutz nichts anderes als Zensur, da er sehr oft an der freien Auslebung seines Hobbies gehindert wird.

Eine Regulierung, die Programmierer und Publisher regelmäßig zum Ansetzen einer Zensurschere zwingt, damit ihre Kunstwerke überhaupt frei im Laden stehen dürfen und gleichzeitig schwer zu erfüllende Hürden für die Abgabe an Erwachsene stellt, fördert Zensur.